Outbound-Akquise: Kunden gezielt ansprechen

Schnelle Ergebnisse durch proaktive Ansprache — wenn Sie es richtig machen.

Das Problem mit klassischer Kaltakquise

100 Anrufe. 95 gehen nicht ran oder legen auf. 4 hören kurz zu. 1 hat vielleicht Interesse. Vielleicht.

Das ist nicht nur ineffizient — es ist demotivierend. Und es positioniert Sie als Bittsteller, nicht als Experte.

„Das Problem mit Kaltakquise ist nicht die Methode — es ist die Kälte. Machen Sie Kontakte warm, bevor Sie anrufen."

Modernes Outbound: Die Warm-Outreach-Strategie

Der Schlüssel: Niemand sollte sich fragen „Wer ist das?" wenn Sie sich melden.

Schritt 1: Zielkunden identifizieren

Nicht jeden ansprechen. Nur die, die wirklich passen.

  • Branche, Größe, Standort definieren
  • Konkrete Unternehmen recherchieren
  • Die richtigen Ansprechpartner finden (HR-Leiter, Geschäftsführer)

Schritt 2: Aufwärmen (vor dem Kontakt)

Bevor Sie sich melden, sollte Ihr Name bekannt sein.

  • Auf LinkedIn vernetzen (ohne Pitch)
  • Deren Content liken und kommentieren
  • Eigenen Content posten, den sie sehen
  • 2-4 Wochen „präsent sein" vor der Ansprache

Schritt 3: Relevante Ansprache

Keine generischen Nachrichten. Zeigen Sie, dass Sie sich vorbereitet haben.

  • Bezug auf etwas Spezifisches (Post, Artikel, Unternehmensnews)
  • Konkreter Mehrwert, keine vagen Versprechen
  • Kurz und respektvoll — Zeit ist kostbar

Schritt 4: Follow-up (ohne zu nerven)

Die meisten Deals entstehen nach dem 3.-5. Kontakt. Aber: Es gibt einen Unterschied zwischen Dranbleiben und Stalken.

  • 2-3 Follow-ups mit jeweils neuem Mehrwert
  • Verschiedene Kanäle (LinkedIn, E-Mail, ggf. Telefon)
  • Wissen, wann Schluss ist

Die Outbound-Nachricht: Formel

Struktur einer guten Erstansprache:

  1. Bezug: Warum schreiben Sie genau dieser Person? (1 Satz)
  2. Relevanz: Was haben Sie beobachtet/verstanden? (1-2 Sätze)
  3. Wert: Was könnten Sie beitragen? (1 Satz)
  4. CTA: Konkrete, niedrigschwellige Frage (1 Satz)

Beispiel:

„Hallo Frau Müller, ich habe gesehen, dass Sie gerade den Bereich Vertrieb ausbauen — Glückwunsch zum Wachstum. In der Branche sehe ich aktuell, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, erfahrene Vertriebsleiter zu finden. Falls das auch bei Ihnen ein Thema ist: Ich habe in den letzten Monaten drei ähnliche Positionen besetzt und hätte ein paar Beobachtungen, die Sie interessieren könnten. Kurzes Gespräch diese Woche?"

Outbound vs. Inbound: Wann was?

  • Outbound: Schnelle Ergebnisse, kontrollierbarer Output, stoppt wenn Sie stoppen
  • Inbound: Langsamer Aufbau, kontinuierliche Ergebnisse, arbeitet auch ohne Sie

Die beste Strategie: Beides kombinieren. Outbound für kurzfristige Aufträge, Inbound für langfristige Stabilität.

Die Zahlen, die Sie kennen sollten

  • Kalte Ansprache: 1-3% Antwortrate
  • Warme Ansprache (nach Aufwärmen): 15-30% Antwortrate
  • Empfehlung: 50%+ Antwortrate

Der Aufwand für das Aufwärmen lohnt sich — er multipliziert Ihre Erfolgsquote.

Nächster Schritt: LinkedIn als Akquise-Kanal nutzen →

Wie stark ist Ihre Ausgangsbasis?

Warme Outreach funktioniert besser mit starker Personal Brand.

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